iSo Vom Geist des C h r i st en thum s.
gehen soll, falls ich nicht geneigt bin, ewiges Un-heil auf mich zu laden, greift tiefer. ,,Jn mir,in mir fallen Prodigien geschehen, Energieen undWirkungen, bei denen ich ein Klotz und Steinseyn muß, aber auch ärger als ein Klotz und Steinseyn kann, wenn ich widerstrebe. Zu Beförde-rung dieser Wirkungen habe ich keine Macht; un-glücklicher Weife aber zu ihrer Behinderung, zu ihrerVernichtung/'
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„Ucb er na tü rli ch muß das Licht seyn, dasmich erleuchtet, die Gnade, die mich wiedergebiert,und doch soll ich von ihnen Rede und Antwortgeben? und bin der Schuldige, wenn sie nicht dasGehörige in mir wirken. Wiederum aber soll ichmeine Gedanken, meinen Willen in sie nicht mi-schen, oder ich verderbe den ganzen neuen Topf desTöpfers. Wer hilft mir aus diesem Labyrinth?"
„Du darfst und sollst der fremden Gnade nurstill halten." So heißt es, und heißt wiederum,es sey schwer, der Gnade still zu halten, weil inmeine ganze Natur eine tödlliche Feindschaft gegensie gelegt sey." Ein ewiger Kampf also zwischenNatur und Gnade? — „Nicht anders! Was vondeiner Natur irgend nur in Resten zurückbleibt, istdämonisch. Ausgezogen muß sie, sie muß in einegöttliche Natur verwandelt werden; oder du hastzeitlebens auf Natur gesäet, und erntest ewiges Ver-derben. Denn wisse: des Unwiedergebornen natür-liches Erkcnnlniß ist Irrlhum; die Tugend deS