IH"
94 Vom Geist des C h rist e n lh u m S.
1. Vom reinen Sinn des Stiftersauch bald abgekommen wäre. Jsts nichtso mit allen Instituten? Hat der Stifter des Chri-sienthums dies nicht selbst vorhcrgesagt? Konnte esanders werden?
2. Eben so wenig wäre es dem Ehristenthumein Vorwurf, wenn die ersten Verbreiterdesselben den Plan des Stifters erwei-tert hätten. Sagte Er nicht selbst, daß diesgeschehen müsse? daß nach seinem Hingange der Geistsie zu Wahrheiten führen werde, die sie jetzt nochnicht zu tragen vermochten? (Joh. 12, 24. Kap. 14— 16.) Und wenn hiezu jeder der Verbreitenden nachseiner Fähigkeit, in seiner individuellen Art und Weifebeitrug; so war dies Natur der Sache, derman mit sehenden Augen nicht widersprechen darf.Der Geist des Christenthums belebte mancherleiGaben, jede in ihrer Weise. (1 Cor. 12,1 — 3 r.)
3 . In vergangenen Zeiten möge das Christen-
thum gewesen seyn, was es wolle; die Hauptfragebleibt: was es uns jetzt seyn kann und
seyn soll? Eine Terminologie jüdischer Worteund Gebrauche gewiß nicht; noch minder eine ewigfortzuführende Terminologie mißverstandnerjüdischer Worte.