L8 Vom Geist des Christenthums.
Zweiter Abschnitt.
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Was bisher angeführt worden, sind jedermannbekannte Vorwürfe, die laut und im Stillen, spottend,ernsthaft oder jammernd dem Christenthum gemachtwerden, ja fast zu allen Zeiten gemacht sind. Manantwortete, wie man konnte, oder antwortete garnicht; man fuhr fort zu behaupten, verachtete undverfolgte. Ich zweifle, ob über irgend Eine dersogenannten christlichen Glaubenslehren mit reinerUebcrzeugung die Antworten bedächtiger zu stellenwaren, als über den Artikel von den Gaben, demAmt und den Wirkungen des Geistes.
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Denn offenbar liegen diese Zweifel und Fragenuns nahe und zunächst. Was von der ewigenGeburt des Sohns, von seiner Person, als er aufErden wandelte, und von seinen Naturen, seit erim Himmel ist, gedacht werden soll, ist uns fern;was aber der Geist Gottes in meine Seele zu wir-ken habe, wenn ich hienieden und dort glücklich seynwill , ist eine Frage aus der innersten Kammer meinesHerzens. Vom Gebrauch und Mißbrauch göttlicherGaben und Kräfte kommt alles Glück und Unglückder Menschheit, ja die Verwüstung oder Erhaltungder ganzen uns anvcctrauten Schöpfung her.