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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
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V^/eist laßt sich weder schreiben, nocy malen; erlebt, er wirket. Auch vom Geist des Ehristcnthumssollte weniger geschrieben und er mehr geübt werden:denn durchs Schreiben und um geschrieben zu wer-den, ist das Chcistcnlhum nicht gestiftet.

Wenn indessen über diesen Geist Mißver-ständnisse und deren zahlreiche Geschwister Miß-bräuche herrschen, warum sollte der wahre Ver-stand der Sache nicht gezeigt werden, damit einwahrer Gebrauch derselben erfolge? Er m u ß ge-zeigt werden, wenn die Misbräuche schädlich sindund sich unter ihnen der ursprüngliche Gebrauch bei-nahe ganz verlieret. Man muß sagen :nicht Dies,sondern Das ist Geist des Christcnkhums : Dies warsein genetischer Begriff, dies seine ursprüngliche Ten-denz und Absicht." Man muß es insonderheit überdie Punkte rein und frei sagen, in denen durchgrobe Mißverständnisse und Mißbräuche das Ehri-stcnthum selbst ein Mißchristenthum wordenist, Aergerniß dem menschlichen Verstände, Ver-derbniß menschlicher Sitten, eine falsche Psycha-gogie d. i. Seelenleitung.