unsrer Evangelien.
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Grundsätze zu Vergleichung der Evangelien,
aus ihnen selbst und aus der Geschichteder Zeit erweisbar.
1. Von Worten und Redarten fangedie Vergleichung nicht an, sondern vonBegebenheiten und der Sache. Denn daalle Evangelien von einer mündlichen Verkündigungund Erzählung auSgegangcn sind, da diese durchden Mund mehrerer ging, oft und gegen sehr ver-schiedene Personen, in verschiedenen Weltgegendenwiederholt ward, und man sich an ihr lange be-gnüget; so war eine Verschiedenheit der Worte undRedarten, ja der Erzählung selbst unvermeidlich.Dieses ist durch sich selbst klar.
2. Mithin ist die Z urückführung unsrer
gesummten drei Evangelien auf Einenicht vorhandene Urschrift ein kühnerLauf ohne Ziel. Aus Worten und Nedarteirfreier Erzählung läßt sich eine solche ungeschriebeneUrschrift a^gocipos) mit Gewißheit nie aus-
sinden. Vielmehr zerstört dieser kühne Versuch dennatürlichen Anblick unsrer Evangelien, indem erSchwierigkeiten auf Schwierigkeiten Häufei.
3. Bei einer freien mündlichen Er-zählung ist nicht alles gleich frei. Sen-tenzen, große Aussprüche, Parabeln erhalten sicheher in demselben Ausdruck, als kleine Umstande