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Religion und Theologie Theil 12 (1829) Christliche Schriften ; 2
Entstehung
Seite
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unsrer Evangelien.

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Daher hier die Deutung alter Weissagungen aufden stillen Charakter J-esu; (Marth. 12,27 21..) daher, daß sich Christus selbst in diesemCharakter darstellt, (m, 28. 3 o.)

Fünftens. Der vom Himme'l er-klärte Sohn Gottes muß die Probe be-stehn und den Satan überwinden;daher die ausführliche Geschichte der Ver-suchung bei Matthäus und Lucas. Auch der Briefan die Ebraer legt auf das Geprüft - und Vcrsucht-werden, auf die bestandne Probe des Sohnes Gotteseinen großen Werth; und da im Evangelium selbstChristus fortgehend im Kampf mit den Dämonen,als ihr Ueberwindcr gezeigt wird, da es im Evan-gelio durchaus die höchste Sünde ist,'in Christo denFinger Gottes nicht anzuerkennen, ihm magischeKünste zuzuschreiben, die reine Kraft des Geistes inihm zu lästern; worüber Matthäus ausführlich undeifrig redet; (Kap. 12.) so war die Expositionjener Versuchung gleich Anfangs der Geschichtenvthwendig. Durch den Messias sollte eben dasReich Gottes kommen und sich in Macht, reinund heilig zeigen; allerdings war cs also die größesteLästerung, ihn als einen Bundsgenoß der Dämonengleichsam vom Himmel zur Hölle zu verstoßen. Diestarken Reden Christi hierüber in einem jüdischenMessias-Evangelium waren also an Stelle und Ort:denn der Vorwurf der Juden, daß Jesus seineWunder magisch mit Hülfe der Dämonen verrichtet,dauerte fort; ja er nahm zu mit dem wachsendenHaß späterer Zeiten. Die heftigen Reden Christi