der Welt Heiland.
52 r
also zu erhöhen und zu erweitern? Sagte seinFreund in Palästina nicht selbst bescheiden: „waSheissest du mich gut? niemand ist gut, als dereinige Gott!" Er wollte sich also weder selbstvergöttern, noch vergöttert wissen."
54 -
Und sagt nicht Christus auch bei Johannes?„Ich gehe zum Bater, der größer ist alsich bin, der Urquell aller Vollkommenheit, Selig-keit und Güte. Sagt er nicht auch bei ihm?„Das ist das ewige Leben, daß sie dichden alleinigen wahrhaftigen Gort, undden du gesandt hast, Jesum Christum er-kennen;" und doch zugleich: „Verherrliche
mich, Vater, mit der Herrlichkeit, die ichbei dir hatte, ehe die Welt war" zurück-kehrcnd in den Glanz ewiger Freuden? — Hier-über also noch einige Worte!
55 .
Längst war, als Johannes sein Evangeliumschrieb, das Christcnthum vom Palastincr-Landegeschieden; die Zerstörung Jerusalems hatte dieseScheidung vollendet. Tempel, Gottesc nst, Lan-dcsweise waren ein verschwundener Traum; dieSagen, die sich daraus bezogen und die man inandern Evangelien las, waren eine Geschichte ver-gangener Zeiten. Mithin war der Christus, dervor fünfzig und mehr Jahren in diesem jetzt ver-ödeten Erdewinkel gelebt hatte, schon durch das wasgeschehen war, durch seine Aufnahme zu Gott,Herder? Werke z. Rel. u. Thcvl. XI. L l