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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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516
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Bon Gottes Sohn,

wirken; woran es aber diesem Geschlecht fehle?was dasselbe zu Boden drücke und mit sich selbstuneins mache? was seine Kräfte in Verwirrungoder auf falschen Bahnen erhalte? sah er klar wiedie Sonne. Er nahm daher sein Ziel aufs reinsteins Auge, und opferte sich diesem als seinemWerk auf. Habt ihr einen andern Namen für dieHelden eures Geschlechts, die Edles wollten, dach-ten und thaten, als daß ihr sie Göttliche, Göt-tersöhne nennet? Alle Völker der Erde sindüber diesen Namen Eins, so verschieden sie ihreZwecke wählten. Er wählte den reinsten Zweck undtraf in die Mitte des Zieles; Gottes Sohn,indem er sich den Mensch ensohn nannte; denndas Göttlichste im Menschen war ihm diereineste, umfassendst« Menschlichkeit selbst."

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Habt ihr nie Menschen gekannt, denen einherrschender Gedanke der Leitstern ihres Lebens war?ein Genius, der ihnen alles ordnete, ihnen überalles hinweghalf. In dieser eigensten Eigen-heit hat mein Evangelium euch unfern Herrn ge-schildert. In Einfalt war seine Seele von diesem«inzigcn Gedanken durchdrungen; keine andre Em-pfindung störte diesen seinen herrschenden Trieb.Die hohe Denkart, das edle Gefühl eines SohnesGottes zum Wohl eines vcrsunkencnen aber gött-lichen Geschlechts war sein inneres Daseyn,mit einem ihn nie verlassenden Anschaucn der vä-terlichen Gottheit verbunden, bei dem Er, derMenschensohn, ciltch schon auf Erden im Himmel