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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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511
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gebracht/ ihr werdet sie nicht hinausnehmen; in derWelt ist Licht, ist Wahrheit. Menschliche See-len sind diese zu erkennen fähig, ullv die Ueber-zeugung von ihr ist eben dis tiefste, wahrste Da-seyn, G e i stes w a h r h e i t. Räumet ihr dieseweg; warum sprechet ihr denn? für TräumendeTräume?"

42.

Aber es gibt auch Finsternis, Schatten,Dunkelheit in den Menschen; sogar eine Liebedieser Finsterniß, einen blinden, Kittern Haßgegen die Wahrheit. Wie diese feindliche Mächtein die Welt gekommen seyn, wollen wir nicht un-tersuchen , sondern wie sie hinaus zu bringen seynmöchten. Und da ist sonnenklar, daß alle ihreWesen nur Schein sey, Betrug, Lüge, Mei-nung, eine Mischung des Wahren undFalschen, die man aus Trägheit und böser Ge-wohnheit oder aus Leidenschaften des eingeschränkten,dunkeln Ichs, aus Eigenliebe und Eigennutz, ausStolz, Geiz, Neid und Wahn begünstigt und fest-hält. Man vertheidigct sic um so mächtiger, ebenweil sie Undinge, Finstern, Schatte, Wahnsind, gegen die unser eigenes Bewußtseyn Zeuget;eine innere Fäulniß, die wir mit Glanz um-hüllen, der zu Liebe wir alle Kraft aufbieten, umsie als die Gesundheit selbst zu preisen. Eben alsojene geheime Lüge, deren sich Menschen bewußtsind, jene Vorth eile des Lasters, an die sichihr sinnliches Ich gewöhnt hat, machen sie zurVerlheidigung derselben so sinnreich und tapfer,