S»4 Bon Gottes Sohn,
zum redlichen Diener umschcifft, wer sich des Dürf-tigen, des Kranken, des Verlassenen annimmt,(wodurch er auch leiden möge,) wer sich die Pflegeder Unmündigen angelegen scyn laßt und Grund-sätze verbreitet, die im Hauswesen Ordnung, inder Ehe Liebe und Treue, unter Freunden Gefällig-keit und sittlichen Umgang, gegen Feinde duldendeGroßmut!) zur täglichen Lcbensnorm machen,und alle diese Tugenden ohne Prunk und Aufsehen,gleichsam nur als eine gesunde Diät einführet:wahrlich, der hat für die arme Menschheit viel ge-than, aus welchen Gründen ers auch geleistet habe.
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Und wenn ein geschlossener Bund von Freun-den dies aus Grundsätzen bewirkte, die in denEvangelien und Briefen der Apostel zu Tage lie-gen ; gewiß so war diese gefällige, milde, barm-herzige Sekte keine verachtenswürdige, sonderngerade die Anstalt, die auf das Eine Noth-wendige des Menschengeschlechts traf. Schauspieleund Festaufzüge, heroische und schlüpfrige Gedichte,Gemälde, Statuen und Tempel, Künste, die demfrechen Luxus, der ausschweifenden Wohllust die-nen , kann und darf man entbehren; jeder Recht-schaffene wird sie verwünschen, wenn durch sieum Eines willen Tausende unter Verworfenheitoder dem Druck ächzen. Selten steuren die, Ge-setze selbst diesem Luxus, dem fürchterlichsten Ue-bcl, wenn es in seiner trügenden Gestalt einmaldie Welt beherrschet; die besseren Beispiele ein,Zelncr Guten gehen auch fast unmcrklich vorüber.