der Welt Heiland.
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Theile unter sich und zum Ganzen. Jeder Scenewiederfährt ihr Recht; jede Leidenschaft spricht inihrer Art; die Lehre selbst ist in ausgewähltcnAuftritten allmahlig entwickelt und ruhig verthcilet.Selbst die Wiederholungen einzelner Sätze sindnicht vergebens da und das Interesse wachst fürden, der daran Thcil nimmt, bis zum Ende desWuchcs. Ein bleibendes Evangelium wollteJohannes schreiben, der Geschichte Geist undWahrheit. Daher beugt er in Allem vom Na-tional - Judenthum ab; selbst die Stunden zahleter nicht nach jüdischer, sondern nach einer fremdenWeise. Schmucklos ist sein Styl, ein Abdruck sei-ner Seele, in allen Eigenheiten von ihm selbst ge-bildet. Dem Anschein nach ist cs der leichtesteStyl; aber abgebrochen, kühn, verachtend die ge-wöhnlichen Uebergange und Zwischengedankcn. Daskleine Buch ist ein tiefer, stiller See, in welchemsich, mit der Erinnerung der schönsten Jugendzeitim Leben Johannes als einem anmuthigen Ufer,der Himmel selbst mit Sonne und Gestirnen spiegelt.
Fünfter Abschnitt.
Was soll nun das Evangelium Johannes uns?„Daß ihr glaubet, Jesus sey Christ derSohn Gottes und daß ihr durch denGlauben das Leben habt in seinem Na-men." Zu keinem andern Zweck ists geschrieben.Herders Werke z. Nel. u. Lheol. XI. H h