Von Gottes Sohn
482
Gleichgültig kann cs uns doch nicht scyn, wasein Apostel wie Johannes unter dem Wort Chri-stus, der Sohn Gottes, »erstanden habe. Diealtern Evangelien, wie Er, rechnen auf ein gei-stiges Heil der Volker, auf eine Befrei-ung d er M e n sch c n vo n d e m , was sie un-glücklich macht. (Matth, i, 21.) Diese, wieEr, setzen den Zweck des Reichs Christi in Erwe-ck u n g d e s G ö t t l i ch e n in unsrer Natur,durch g 0 tte s w ü rd i g e Gesinnungen, in Hei-ligkeit der Sitten, Billigkeit, Menschenliebe undGroßmulh. (Matth. 5 , r — 48.) Auch ihnen warChristus der Sohn Gottes, weil er so dachte,und sein Leben zur Errettung Aller anwandte.(Matth. 20, 28.) Jeder, der getauft ward, wardauf den Namen dieses Christus, des SohneSGottes getauft, Heil zu finden in seinemBekenntniß, in der Anerkennung dieser seinerAbsicht. (Apost. 2, 38 . 3 , 19 — 26. 8, 37. 38 .)
Johannes Evangelium ist die älteste ursprünglichsteAuslegung dieses Glaubensbekenntnissesder Kirche, auf welches sie von Christo selbstwar erbauet worden. (Matth. 16, 16 — r8.) Esrettete dies alte Symbolum von eindringenden fal-schen Interpretationen; beurkundend, wer der SebnGottes der Christenheit sey? was sie mit diesemNamen wolle, was er selbst damit gewollt habe.Wer konnte dies besser thun, als Johannes? wemwäre also seine Interpretation nicht wichtig?
2.
Sogleich ist damit gesagt, daß wir «us Jo-