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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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480
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Von Gottes Sohn,

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stellen; vielleicht würde mein sogen: die Hand ei-nes Engels hat cs gemahlet. Der hohe Begriff, inwelchem er Christum aus dem Schoos des Vatersaufnimmt, und ihn als einen Wohlthäter des Men-schengeschlechts alle Weltalter hinabbegleitet, bis ersichtbar erscheint voll Huld und Wahrheit; wie erim Leben seines Freundes allenthalben gleichsamGeist aus der Materie ziehet und das alte Evan-gelium neu belebt; mit welchem Verstände, mitwelcher Grazie er, ohne zu verschönern, schön dar-stellt, und oft durch bloße Weglassungen den Be-griff ergänzet; mit wie kleinen Zügen er zu erklä-ren, zu erläutern weiß; welche Einheit des Plansmit vieler Mannichfaltigkeit einzelner Sccnen, wel-che Klarheit und Herzenseinfalt er verbindet; wiefein er charakterisirt, wie sorgsam er zusammenstelltund sondert! Gehe man z. B. durch, was jede,auch nur vorübergehende Person in ihm spricht,und wie sie gcstellet sey,*) die Verhältnisse der

Theile

*) Man versuche dies z. B. bei Johannes dem Täufer,der Maria, den Jüngern, die genannt sind, in-sonderheit bei Petrus und Johannes; bei denFreundinnen Jesu, wie sie hier erscheinen, so beiandern Personen und ganzen Provinzen, den Sa-maritern, dem galiläischcn Volk, dem Synedrium,den Pharisäern, Nikodemus, Kaiphas, Pilatus;in jedem Wort und Schweigen ist alles abgemes-sen und abgewogen. Jedes tritt mit weiser Spar-samkeit zu seiner Zeit, an seinem Ort auf, be-deutend.