der Welt Heiland. 473
zeigende Phantasma überall im Wege undvernichtete allen Glauben an die Geschichte. Einersolchen Phantom - Erscheinung aber widersprechendie Evangelisten sammtlich. * *)
29.
Lassen wir das Hirngespinst von einem Phan-
zelge, in einen Zustand gesunken, in welchemihn Jedermann für todt gehalten, er auch gewißim Grabe todt geblieben seyn würde, wenn ihnnicht vielleicht die Specereien des Nikodemus,oder ein Andres, das wir nicht wissen, ins Lebenzurückgebracht hätten. — Bermuthungen solcherArt hindern den Glauben an die Geschichteselbst nicht, der vielmehr kühn sagen darf: waskümmerrs mich, wodurch ihn die Gottheit insLeben zurückgebracht habe, oder welche des Er-wachenden wiederkommende erste Sensarion gewe-sen? Gnug, er kam zurück und zeigte sich denSeinigen. Sie sahen, sie erkannten ihn. DieGeschichte ist treu erzählt, und ist nicht Krugund Fabel.
*) Gewisse Erzeigungcn, , nennt Lu-
kas , (Apost. i, 3.) was man mit dem auch nochsetzt gewöhnlichen, aber zweideutigen oder falschenNamen Erscheinungen gar nicht nennensollte. Es waren keine Apparitionen oderVisio ne n- beißt ein unfehlbares, ge-
wisses und zweifelloses Merkmal von der Wahr-heit einer Sache; Lukas konnte kein stärkeresWort gebrauchen.