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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Bon Gottes Sohn,

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ton und heiligen Gebräuchen. Durch ihre Händegingen die Opfer; Ormuzd sprach durch sie; siewaren die Weisen der Nation, Rathqeber der Kö-nige, die Mittelspersonen zwischen Ormuzd undden Menschen.

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Unter der weit verbreiteten persischen Monar-chie kam diese Religion, die sich ans Reich, anden Hof und an die Person der Könige anschlvß,im ganzen Vorder - Asien in große Achtung; aufkeine Nation aber hat sie so viel Eindruck gemacht,als auf die Juden. Denn eben zur Zeit ihrer er-sten Gefangenschaft blühete diese Staatsreligion un-ter den modischen Königen aus, und ging von ih-nen zu den Persern über. Es konnte also nichtfehlen, daß die Ueberwundenen, deren Religion undDenkart fast ein Jahrtausend alter, dazu abge-schlossen und beinahe nur ländlich war, so treu sieübrigens dem väterlichen Gesetz blieben, das Welt-system ihrer Ueberwinder sich zueigneten,das ohnedem gebildeter, Heller und umfassender alsdas Ihrige war.

In den Propheten, die während und nachder Gefangenschaft schrieben, findet man davon schonSpuren; der größeste Beweis aber ist die seitder Gefangenschaft bei den Juden ganzveränderte Denkart. Ihrer alten bäurischenAbgötterei hatten sie sich endlich schämen gelernt;sie verehrten jeLt einen Gott, den Gott deS Lichts,dem sic ein unzähliges Heer von Dienern in einem