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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
375
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der Welt Heiland.

Ohne Rücksicht auf Zeit, Ort und Umstände, aufdie Person, die spricht, und auf den Zweck, wozusie jetzt also einkleidet, bleibt Plato dem Leserein verworrener Lebrer, wie er es nachher noth-wendig werden mußte, in Zeiten, da man seinenSokrates nicht in Athen sprechen horte, sondernunier andern Himmelsstrichen und Umständen, ineiner andern Sebart las, mithin oft alles untereinander mischte. *)

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Als durch Alexanders Siege die griechischeSprache in Afrika und Asien bis nach Jdien hinausqebreitck, Sprache der gesummten, gebil-deten Welt ward, war diese Mischung P l a-to's Schicksal. In Asien und in Aegypten stan-den Griechen auf, die, fern von Athen und vonPerikles Zeit geboren, Plato nach ihrer Weiselasen, erklärten und in ihre eigne Denkart versetz-ten. Er nahm eine asiatisch - ägyptische Farbe an;das bescheidene Gesicht mit Flügeln der Psyche, dasman ihm gewöhnlich beilegt, ward zu einem Son-nenant itz, mit einer blendenden Strahlenkrone ge-zierck.

*) Auch unter uns muß man seit einigen Jahren vomPlato oft Wunderdinge lesen, und es wird ihmmeistens verächtlich begegnet. Liede man» inseinem Geist der Philosophie und in oen Lrg»-mcntis liinlotzoruin klntoni8 hat seine Meinun-gen ohne Vorurthcil geschildert.