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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Von Gottes Sohn,

Weg zu reineren Abstraktionen; sie schärften dieAufmerksamkeit, erweckten zum Denken Lust, undbildeten der Sprache Gedankenformen.

5 .

Unter diesen Denkern ist Plato ein sehr ver-ehrungswürdiger Mann. Um auf die Gottheitso wenig als möglich Schuld des Uebels und derUnvollkommenheilen kommen zu lassen, trenneke ersie von der Materie, und setzte Güte zu ihremGrundcharakter. (Güte (ro cr/«Fov) rief denVerstand, die höchste Vernunft (v«§, ko/ogsaus sich selbst hervor; dieser ordnete die wildenKräfte der Materie, so weit sie sich ordnen ließen,nach dem Wesen der Dinge selbst, nach ewigenIdeen und Formen. Das Reine und Unreine,das Unwandelbare und Zerstörliche, das Seyn unddas Scheinen mischte sich in einander; so warddie Weltseele, der er die Belebung und Erhal-tung aller Gestalten zuschreibt; so wurden die Un-tergottheitcn (Dämonen) denen er die Bildungder sichtbaren Weltgeschöpfe austrug.

Dies alles sagt er in Gesprächen, wie dasGespräch die Materie gab, stückweise, bald in die-ser, bald in jener Einkleidung; daher cs ein ver-geblich Werk ist, eine und dieselbe Dichtung beiihm allenthalben durchzuführen, als ob er einSystem, eine Dogmatik geschrieben habe. Er wollteund mußte seine Forschungen gesprachweise verän-dert einkleiden, und die herrschende Mythologie sei-nes Landes dabei theils nutzen, theilS schonen.