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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
373
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der Welt Heiland. 3?3

wird er dem ausgesuchtesten Ausdruck, der ihm inder fremden Mundart als bekannt und angenom-men gegeben wird, sich bequemen. So Johannes.Er dachte ebräisch, und schrieb griechisch; mithinwählte er den zu seinem Zweck damals geltenden,besten Ausdruck. Ec erfand nicht, sondern erlauterte; er bestimmt angenommene, gege-bene Worte. Lasset uns zum Ursprünge dersel-ben zurückgchn.

Als sich vereinst die griechische Philoso-phie aus dem Chaos jener mythologischen Gotter-Erzeugungen sowohl als dem Kampf kosmogonischerElemente empor gehoben hatte, und den Verstand(vLg) als Schöpfer und Ordner der Welt erkannte,ward cs ihr schwer, das Verhältniß Gottes zurWelt dergestalt auszudrücken, daß die Hervorbrin-gung der Dinge durch ihn denkbar wäre. Die ge-meine, selbst die poetisch-sinnliche Sprache standihr hiebei gleichsam im Wege; sie sähe sich alsogenothigt, selbst über Vcrstandeswirkungcn undKräfte durch Gestalten, in Bildern zu reden,mithin sich eine eigene, geistige Mythologiezu erschaffen. Wollen wir gegen diese Väter dermenschlichen Wissenschaft, jene frühen Denker, inganz oder halb mythologischen Zeiten, nicht unge-recht seyn, so müssen wir ihnen für die Mühe, diesie sich gaben, Gedanken, die keiner Bilderfähig sind, in einer Sprache, die nurBilder kannte, zu bezeichnen, sehr dan-ken. Durch ihre Einkleidungen bahnten sie den