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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Won Gottes Sohn,

Thoren mittheilkc! Nicht nur mußte manches injener palästinischen Sage seyn, das man mißver-stand, mißdeutete; Andres, was außer Judäa undin später» Zeiten anstößig, wenigstens überflüssigschien, und die Aufmerksamkeit minder erregte;sondern überhaupt war der ganze Gesichtskreisder Erscheinung Jesu aufErden jetzt un-endlich erweitert. Jeder sähe ihn, nach denBegriffen seiner Erziehung und Bildung, aufseinem Standorte, mit seinen Augen an, undlegte in die einfache Formel des christlichen Glau-bensbekenntnisses :Jesus ist Christ, derSohn Gottes," seine Einbildungen, seine Ge-danken. An einen weltlichen König im engen Pa-lästina war außer Palästina bei dem NamenSohnGottes" jetzt nicht mehr zu denken; Jesus erschienals Christ, der Retter der Völker, derW e l t h e i l a n d.

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Und obgleich die jüdischen Christen den Messiasgern ihrer Nation ausschließcnd, wenigstens vor-züglich zueignen wollten: so konnte doch dies Vor-urtheil, eben so wenig dem Wesen des Christen-thums, als dem Genius der Zeit nach, bestehen.Jahrhunderte lang hatten unzählige Juden außerPalästina unter andern Nationen sich in der Denk-art von Jenen gesondert; die wenigsten griechischenJuden erwarteten einen Messias, wie ihn sich zuZeiten Christi in Palästina die Pharisäer ausge-sponnen hatten. Heiden, die Christen wurden,Asiaten, Afrikanern, Griechen, Römern, war dies