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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Bon Gottes Sohn,

3 .

Vierzehn Jahre nach seinem Beruf traf Pau-lus den Johannes noch in Jerusalem an, nennetihn unter denen, die für Säulen der Kirchegalten, (Gal. 2, 9.) und empfangt auch von ihmdas Zeichen seiner apostolischen Anerkennung, denBruderhandschlag. Hatte also auch Johannes kcinsunsrer griechischen Evangelien gelesen; (undwie unwahrscheinlich ist dies, bei dem Ansehen, daser in der Kirche genoß, bei der strengen Wachsam-keit gegen Jrrlehrer und Verführer, die er in allenseinen Schriften zeiget, bei dem hohen und mun-tern Alter, das er erreichte, endlich da er selbstgriechisch geschrieben!) so kannte er die Quellealler dieser Evangelien, jenen ursprünglichenapostolischen Umriß der evangelischenGeschichte, wie Petrus ihn vortrug, wie ihndie Apostel zur ferncrn Lehre fortpflanzten. Ausihr hatte der griechische Matthäus, Markus undLukas, aus ihr hatten Andre geschöpft, die nachherdie Kirche, und schon Johannes selbst nicht aner-kannte. (r. Joh. 4, r st. 2. Joh. 7, 8.)

Da überhaupt ein mündliches Evange-lium d. i. ein historischer Beleg des Bekenntnisses,daß Jesus der Ehrist scy, (auf welches alleChristen getauft wurden,) bei jedem Unterricht un-entbehrlich war, und ein Apostel wie Johannes,der Aclleste der Kirche, doch wohl wissen mußte,worauf man taufte? was man bei der Taufe er-