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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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342 Vom Erlöser der Menschen.

der Freundes- und Brudergesinnung, einer ausUeberzeugung entspringenden, ungezwungenen, freiengenialischen Theilnehmung am Werk und ZweckJesu nach dem klaren Sinne der Evangelien zurückzusühren, der hat selbst am Werk Ehristi Theilgenommen und dasselbe befördert. Alle todte Wortesind ein Leichnam. Laßt die Tobten ihre Tobtenbegraben; Du nimm am lebendigen Zweck undBestreben Ehristi Antheil und folge Ihm nach.Es muß eine Zeit kommen, daß das Salz wiederwürzen lerne, oder sein Schicksal ist ihm geschrie-ben. (Matth, ö, r 3 .)

i3.

UcbrigenS bin ich nicht der Meinung, daß dieReligion Jesu in Ansehung der Theorie fort,wahrend wachsen könne, und solle: vielmehr ist sieim Evangelium ganz da. Je reiner diese Perleerhallen wird, desto Heller glanzt sie; sie darf nichtals Edelgestein brillantirt werden. Dadurch, daßdas Ehristenthum den Judaismus, Platonis-mus, Scholasticismus, MysticismuS,Cartesianismus, Wolsianismus von sichwarf, hat es gewonnen und nicht verloren. Auchmuß die Zeit kommen, da jeder andere Ismusmit dem reinen Evangelium Ehristi, dessen Naturnach, auf immer unvereinbar erscheine. Da einGrundsatz der Moral ohne eigensüchtigen Stolz,ohne ängstliche Sucherei, für alle populär, undnicht blos befehlend, sondern zugleich motivirendseyn muß, so ist der Grundsatz: Seyd vollkom-men, wie euer Vater im Himmel (das Ur-bild der Gesetze aller vernünftigen Wesen, der Al-le i n g u t e,) volikom m cn ist, und im gemeinen