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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
339
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Vom Erlöser der Menschen. 33g

Stroh und Stoppel». Je reiner Jemand das Be-tz ürfn der Menschheit erwägt und sür dasselbewirkt, sinnet und dichtet, desto näher trifft er aufdiesen Punkt, auf die Gesinnung und dasWerk Christi. Dies heuchelt unserm Geschlechtnicht mit einer erlogenen Schönheit; es zeigt ihmseine wahre Gestalt, und gibt ihm durch sichselbst, durch eine in ihm erweckte Gesin-nung und allgemeine THörigkeit gegeneinander seine Würde, mithin auch dieGlückseligkeit, dazu es bestimmet ist, wieder. Sowenig dies Evangelium eines äußern Beweisesbedarf, indem es sich selbst der strengste Beweis ist,so wenig kann es durch kirchliche oder andre Zwei-fel über den Haufen geworfen werden. Möge jeneGeschichte geschehen seyn, wie sie wolle; der PlanGottes über das Menschengeschlecht geht unaufhalt-bar fort, und der Ruf dazu ist unauslöschlich inaller Menschen Herz geschrieben. Sas Senfkorn istgesäet; und die Kraft liegt in ihm, ein Baumzu werden sür alle Nationen. Jede Witterung,gute und böse, muß sein Wachsthum befördern.

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Es ist also auch Natur der Sache, daß sichder blos kirchliche Glaube immer mehrin die Thal selbst, ins reine wirklicheEvangelium verliere. Jener Glaube warals Bekcnntniß, als aufbewahrende Tradition, alsBeurkundung der Geschichte, endlich als Symbolder Anerkennung der Gemeinen, als Siegel der

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