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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Vom Erlöser der Menschen. 337

gen dessen, was die Evangelisten erzählten; das,wovon sie nicht Zeugen waren, z. B. die Geschichteder Kindheit Jesu ward zuerst von einem Gelehrtengcsammlet, der selbst bemerkt, (Apost. i, 22.) daßder Bericht der Apostel eigentlich nur vom LehramtJesu anfangc, daß Er aber über das Bisherige dieGeschichte von Anbeginn sorgfältig erkundigt habe.(Apost. r, 2. 3 .) Wir nehmen seine beiden Schrif-ten wie die andern Evangelien und Briefe an, aufdas Wort der Kirche: denn auf wessen Zeugniß

sonst sollten wir sie annehmen? Fragen wir, umein Factum der Griechen und Isomer zu beweisen,Sincscr und Tibetaner? Nun waren aber Grie-chen und Römer dem Kern dieser Geschichte so fernund fremde, als Tibetaner und Sinescn es seynkönnten; und von Juden haben wir aus dieserZeit gar keine Schriften. Nach der Apostelgeschichtebetrugen sie sich, wie sie sich betragen mußten. Sielaugneten nicht; sic untersuchten nicht: denn eineLandeSgeschichte, auf die sich ihre Zeugen frei undoffenbar beriefen, war weder abzulaugnen, nochdurch Untersuchung aus der Welt zu bringen; sieübersahen, sic unterdrückten. Die Zeugen indessenbreiteten die Geschichte weiter aus; sie ward Glau-bensbekenntnis! ; dieß ward mündlich fortgcpflanztund darauf strenge gehalten; endlich ging cs inschriftliche Aufsätze, unsre Evangelien über.Diese hat das Publikum, das sie allein intercs-sirken, die Kirche, gesamnilet, gesondert, ge-prüft, endlich in ein Verzeichnis gebracht, und soempfingen wir sie aus den Händen und auf denGlauben der Kirche. Wir können keine ZeugenHerders WerkeRcl. u. Thevl. X l, P