334 Vom Erlöser der Menschen.
Trägheit in allen Classcn der Menschen gleichschändlich erscheinen. Dazu ist diese Religion da,und sie wirds bewirken. Ohngeachtet aller Verderb-nisse, mit denen sie überdeckt war, hat sie dieSchonung und Schätzung des allgemeinen Men-schengcfühls unläugbar cmporqeholfen; die Gedankenresultate der Weisen aller Nationen haben sich ansie geschlungen; sie hat diese, ihren eigenen Prin-cipicn gemäß, duldend, auf ihre Flügel genommenund zur Sprache des Ge mein sinn es gemacht,dem jetzt auch der Ruchloseste nicht widersprechenkann, ohne dem Vorwurf des Unsinnes oder derVerruchtheit zu begegnen. Der Pful selbst bedecktsich mit Blumen, damit er in seiner Gestalt demAuge der Sonne nicht erscheine.
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Und diesWerkGottes muß fortgehendurch alle Zeiten und Nationen; dcß kön-nen wir gewiß seyn: denn die Vorsehung hat keinsoder dieses. Und sehen wir nicht, daß Alles dazubeitrage? Früher oder später muß jede Wundeaufbrcchen, jedem Unsinn, jeder Thorhcit muß ein-mal die Maske vom Gesicht gerissen werden, da-mit sic sich in einer enormen Gestalt zeigen.Was irgend verborgen ist, sagt Christus,wird offenbar. Was ich euch jetzt ins Ohrsage, wird einst auf den Dächern geprc-diget. — Auf ungeheure Weise ist das WortChristi schon erfüllet, und so wird jedes seinerWorte erfüllet werden. Seine Religion ist ein Fer-ment unter den Völkern; (Matth. r3, 33.)mit oder ohne seinen Namen muß von diesen