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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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333
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Vom Erlöser der Menschen. 333

Völker, sondern als ein lebendigwirkendesInstitut; nicht als Schule, sondern als einethälige Gemeine.

8 .

Ob cs nun freilich hieraus sogleich folgt, daßauch alle Mangel und Mißbräuche einessolchen Instituts von dieser unter allenNationen anzupflanzenden Menschenge-meinschaft unabtrennlich seyn mußten,wie die Geschichte der Kirche es reichlich erwiesen;so legen dennoch alle diese Mißbrauche dem Werkselbst und der Absicht seines Stifters keine Schuldauf. Das Werk mußte angefangcn werden; esist rein und nothwendig. Einmal muß cs gesche-hen, daß die Menschheit in sich das Bild Gottesanerkenne und ehre. Einmal muß es gesche-hen, daß jedermann cinsehen lerne, nur durcheigene Schuld sey das Menschengeschlecht un-glücklich, durch Unwissenheit, Vorurtheile, Starr-sinn, Trägheit und Laster; durch Laster insonder-heit, die der allgemeinen Gerechtigkeit und Bil-ligkeit, der Liebe und thätigen Großmuth cntgegen-stehcn, wohin z. B. der Eigennutz, die gewaltthäti-ge Herrschsucht, der brutale Stolz, die persönlicheEhrsucht, Neid, Verläumdung, Rache, Ucbervor-thcilung, Unterdrückung andrer, und jene schimpfli-che Trägheit gehört, die es bei dem Alten lassenund zur Besserung der Gesammtheit nichts lhunwill. Einmal muß cs dahin kommen, daß auchVölke ranerkennen, daß sie Menschen, nicht Räuber undwilde Thierc sind, die sich zwingen, einander zu fressenund gefressen zu werden. Einmal muß es dahin kommen,daß Treulosigkeit, Unterdrückung, Ueppigkcit, Laster und