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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
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Vom Erlöser der Menschen.

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stört ich in sein Werk: denn Werk war es,nicht blos Lehre. Ein Reich Gottes, d. i. einewirkliche Anstalt und Verfassung, die Gottes undder Menschheit würdig sey, unter die Völker zubringen, war sein Beruf, seine Absicht. Deswe-gen wählte er sich sogleich Gehülfen, die nicht et-wa Rabbinenschüler einer Schriftauslegung odereiner neuen Tradition, sondern das Licht derWelt, das Salz der Erde werden sollten. Ersuchte sie nicht blos zu lehren, sondern zu bilden;sein Umgang mit ihnen, selbst sein Unterricht ansie, auf jene einfachen Grundsätze gebauet, warganz praktisch. Denen zu Folge bestrebte er sich,ihnen ihre Vorurtheile zu benehmen, seine Ge-sinnungen über Gott und die Menschen cinznflößcn,zu dem Werk, wozu sie bestimmt waren, ihnenUebung, Herz und Muth zu geben. Alles, sagteer, bis auf ihre Antworten vor den Richterstühlcnwerde sich finden, sobald sein Geist in ihnen sey,sobald sie in seiner Gesinnung wirkten. Wie auchanders? Gingen sie in seinen Plan ein, und nah-men an diesem Werk mit Uebcrzcugung thatigenAntheil: so war ein cwiglcbcnder Keim zu jederWirksamkeit gelegt, die für sie gehörte. Das kle-brige mußte Zeit, Versuch und Erfahrung geben.Der Umgang Jesu mit seinen Freunden war alsoeine Erziehung derselben, die ihnen ein Vorbildkünftiger Menschen - Erziehung seyn sollte. NichtbloS lehret die Völker, sprach der Erweckte,sondern auch: lehret sie halten, was ich euchbefohlen habe; auch bei diesem Werkwerde ich mit euch seyn. Nicht etwa alsPredigt allein kam das Christcnthum vors Ohr der