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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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329
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Bom Erlöser der Menschen. 329

das Nothwendigste nämlich zuerst und von derWurzel aus und auf die stilleste Weise; daherChristus den Pharisäern, den Heuchlern, den Ueber-schminkern von außen, den Posaunern auf denGassen so stark entgegenredet, und das leichte tri-viale Gute, das man in Hoffnung der Vergeltungoder des Ruhms oder aus Gewohnheit und Fluchtder Langcnwcile thut, tief erniedrigt. Des Theilsder Menschheit sollte man sich annchmcn, dessensich niemand annimmt; das Verwahrlofcte zurccht-dringen, das Irrende auffuchen, das Kranke hei-len, gleichsam die uns offen gelassene Mängel undLücken im Plan der Vorsehung ausfüllen und da-durch selbst der Vorsehung edelstes Werk-zeug, ihr Auge, Ohr, Verstand, Herz und hel-fende Hand werden. Solche Werke seyn mit Gottgelhan, und je verborgener je unanmaßender ver-richtet, desto mehr seyn sie der reinen Mensch-heit, dem Menschensohn erwiesen. (Matth.25, 40,)

5 .

Da dies Gute nicht geschehen kann, ohne daßdas Böse Widerstand leistet: so sey dagegen nurein Mittel, auszudauren und das Bösedurchs Gute zu überwinden. Das Gutesey seiner Natur nach stärker, und sey die SacheGottes selbst; also komme man zuletzt dochzum Ziel. Der kräftigste Widerstand sey Nach-sicht, Geduld, Verzeihung, verdoppelte Gü-te und Großmuth. Die von Christo gebotenewohlthatige Gesinnung gegen die Feinde ist also