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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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301
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Vom Erlöser der Menschen.

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süion eben so fremde, als jedem andern Evangeli-sten. Auch ziere man ihn nicht mit ungehörigem

Lobe, als ob er rein griechisch geschrieben. Er

schreibt wie die andern in der jüdischen Denkart,

und mußte dem Inhalt seiner Geschichte nach alsoschreiben; nur lesbarer den Griechen, als es dieandern Evangelisten seyn mochten. Die Quellenseiner Geschichte hat er genannt; (Luc. r, 3.) ausdiesen schrieb er frei und zwanglos. Viele, sagt er,hatten es gewagt, eine Geschichte Christi zuschreiben; (welches nach der Lage der Zeiten unddem hohen Begriff, den man von Christo hatte,gewiß ein Unternehmen war, und auch demJohannes also dünkte: Joh. 21 , 25.) mit Fleißund Genauigkeit wolle auch Er ein solches Werkunternehmen.

21 .

Evangelium Matthäi.

So gefällig das Evangelium des Lukas geschrie-ben ist, so groß ist dagegen das Evangelium Mat-thäi geordnet; auch seiner ungeschmückten Gestaltnach ein Evangelium der Apostel. Wir wis-sen nicht, ob unsre griechische Uebersctzung der he-bräischen Urschrift Wort für Wort nachgegangensey; ihrem freien griechischen Ausdruck nach ist diesnicht wahrscheinlich.*) Wer aber dieser Uebersetzer

*) Vielmehr scheint Markus sowohl in einzelnen Aus-drücken als dem Ton der Erzählung nach, der