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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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302 Vom Erlöser der Menschen.

ouch fty, (die Tradition, jedoch ohne Autorität,nennet ehrwürdige Namen) so zeugen schon die zweiersten Kapitel, die wahrscheinlich in der Urschriftnicht standen, wenn man sie mit dem apvkryphi-schen Evangelium von der Kindheit Jesu vergleicht,*)vom Verstände dieses ehrwürdigen Mannes. Erbehielt, was zu behalten war, vom Sohne Da-vids, dem Könige der Völker, den auch dasMorgenland anerkennen sollte, dem, wie einstseinem Volk, Aegypten zur Zuflucht gcdicnet;(denn gewiß war in beiden Weltregioncn das Chri-stenthum damals schon verbreitet, und beide Gegen-den sahen sich durch diese Anführung geehrt.) Erschrieb also auch hier als Apostel der Völker,wie Johannes (Joh. 12, 21 bis 32 .) wenn erdie Griechen ehret.

Vor allen finde ich in Matthäus, so wie inJohannes:

alten Palästiner Ursage viel näher geblieben zuseyn, als unser griechische Matthäus. Dieserinterpretirt ebräische Namen, die er anführenmußte; jener führt syrisch - chaldäische Worre an,die er nicht anführen durfte. Auch die Weissag-ungen führt unser Matthäus nicht genau nach derUrsprache an. Kurz, es ist ein frei verfaßtesEvangelium, wie es die griechische Sprache er-forderte; habe es nun Matthäus griechisch ge-schrieben, oder ein Andrer es übersetzt: denn imletzten Fall war der ebräische Autor und der grie-chische Uebersetzer gewiß nicht ein und derselbe.

*) I. tl.. ^abriaii coü, pseuäspiZr. N. 1.