246 Vom Erlöser der Menschen.
lebende Gestalten einer andern Welt, ein ungesehe-nes Licht zu erblicken, und ihre theilnehmende,hinüberlcitende Stimme zu hören. Mehrere Erzäh-lungen solcher Gemüthszustande, nach denen Erdund Himmel, die Geister- und Körpcrwelt nahezusammenfließen, lesen wir, eben wie Petrus dasGesicht sah , als anmuthige Traume. *) —
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Dem Verherrlichten lag indeß eine sehr ernsteWirklichkeit vor, der Gang nach Jerusalem zu sei-nem Tode, dessen Umstände er selbst voraussagte.Woher wußte er diese? ist diese dem Erlöser gelie-hene Voraussicht seines Leibens, Todes und seinerAuferstehung am dritten Tage nicht eine Voraus-nehmung aus dem Erfolg, eine fremde Einschal-tung? Dem Sinn der Evangelisten ist dies nichtgemäß, da ja jedem derselben genug gewesen wäre,sein: auf daß erfüllet würde hintcnnach zusetzen und damit die ganze Geschichte zu veredeln.Warum sollten wir so viele, unter veränderten Um-
*) Ohne an erfahrne oder gelesene Geschichte zu erin-nern , füge ich blos hinzu, daß diese Anführungnur psychologische Erläuterung, nicht aber Er-klärung seyn solle: denn die Bision der Zuschau,enden betraf einen, der ausser ihnen war, Chri-stus. Aber auch hier war eS der Sache gemäß«daß sie die himmlische Glorie nur wie im Traumsahen, da ein fremder überirrdischer Glanz dieGinne betäubet.