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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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247
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Vom Erlöser der Menschen. 247

ständen umständlich erzählten, Aussprüche Ehristi,die zum Verfolg seiner Lebensgeschichte gehören, ei-ner Unwahrheit zeihen wollen, die unwahrscheinli-cher ist, als das Erzählte selbst? Sobald Jesus indem von ihm aus den Propheten geschöpften undfestgehaltcnen Sinn als der Verheißene auftretenwollte, so stand das Kreuz vor ihm; daher derverständige Johannes ihn auch nicht anders als einsich aufopferndes Lamm bewillkommte. Hatten dieNazarener bei der ersten Ankündigung, daß Er derMessias seyn wollte, Christum nicht sogleich desSturzes vom Felsen werthgeachtct? und hatte ernicht seine erste Rede mit Leidtragenden, Verfolgtenund Verschmähten begonnen? hatte er seine inJudäa umhergesandten Jünger auf etwas anders,als auf allgemeinen Haß, Beschimpfungen, Ueber-antwortung in die Richterstühle vertröstet? DieseLage der Dinge ihnen zu verbergen, wäre im ge-meinsten Sinne des Worts unredlich gewesen; undChristus sollte sie sich selbst verborgen haben? Alleangenommene Begriffe der Nation waren beleidigt,ihr Stolz, die ganze Hoffnung, auf die sie wieauf ein Palladium hielten, und die ihnen, inson-derheit damals im tiefsten Verfalle der Zeit so wertstwar, ward zernichtet, ihre Ausleger und Schrift-deuter , die seit Jahrhunderten einen ganz andernMessias vvrgebildct hatten, wurden Lügen gestraft,und mit dem reinen Gottesdienst, worauf es Jesusanlegte, ging (das fühlte ein Jeder) der Pharisäis-mus , die Tradition und das Herkommen ganz zuGrunde. Was also dieser Galiläer mit feinen An-hängern erwarten konnte, war das Kreuz, alsSchimpf und Strafe: denn dies war der gcwöhnli-