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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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241
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Vom Erlöser der Menschen. 241

dem laurenden Fuchs hüten. Also machte er sichvon der auf ihn dringenden Menge los, ging überdie See, entwich nach Phönicien bis in die GegendTyrus und Sidons, kam gegen Casarea Philippizurück, aber unbekannter Weise.*) Jetzt sagt crSseinen Begleitern frei heraus, daß in Jerusalemihm sein Tod bevocstehe. Allenthalben war ihmdie Pharisacrsekte nachgeschlichen; man hatte ihmBedenken, Zweifel, Fragen vorgelegt, Vorwürfegemacht, daß er die Satzungen ihrer alten über-trete und die Landesreligion untergrabe. Also, daßer in der heiligen Stadt und im geistlichen Syne-drium nicht wohl angeschrieben sey, konnte erwissen und glauben: denn Judäa war so groß

nicht, daß man von jeder Bewegung des Volksnicht bald Nachricht erhielt und bei diesen Be-

*) Es ist nicht wohlgethan, wenn man das, wasChristus aus dieser Flucht sprach, allgemein deu-tet. So die Antwort: ,,Füchse haben Gruben;aber des Mcnschensohn hat keine sichere Lager-stätte für eine Nacht." So sein Betragen gegendie Phönizierin und das Verbot, man solle nichtsagen, wer er sey, weil er jetzt unbekannt seynwollte und seyn mußte. Das zerstückle Lesen derEvangelien hat eben so viel falsche Anklagen alsRettungen veranlasset. Meuchelmörderisch wollteChristus nicht umkommen; er ging frei nachJerusalem vors Angesicht der Obrigkeit und sei-ner Hauplfeinde. Wenn cs das Leben galt, sowollte er dort sterben.

Herders Werke j. Rel. u. Thevl. XI. O,