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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
239
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Vom Erlöser der Menschen. sZg

gehabt hatte, sandte er sie zu einem Versuch ihrereigenen Kräfte, als Ankündiger eines kom-menden Reichs Gottes, im jüdischen Landeumher, ve'.bot ihnen benachbarte Völker, und sandtesie vorerst nur zu den verlornen Echaafcn aus demHause Israel. Dabei gab er ihnen mit genauenVorschriften und Lehren, große Versicherungen,reiche Anmunterungen und verschwieg ihnen nichtihr künftiges Schicksal. Mit einem Hellen Blicksah er voraus, was einst im Großen seine reinemenschenliebende Absicht für Unheil veranlassen

würde. „Ihr sollt nicht glauben, daß ich kommen„sei), Friede zu senden auf Erden, sondern das

„Schwert. Der Sohn wird sich erbittern gegen,,den Vater, die Tochter gegen die Mutier; des„Menschen Feinde werden seine eignen Hausgenossen„seyn. Aber wer Vater und Mutter mehr liebet

„als mich, der ist mein nicht werlh; wer Sohn„und Tochter mehr liebet als mich, der ist mein„nicht werth. Und wer nicht sein Kreuz auf sich„nimmt und folget mir nach, der ist mein nicht„werth." Harte Worte im Munde des Sanft-

mürhigsten der Menschen! Hatte er nicht gesagt:„selig sind die Frieden stiften?" — Das sagte ernoch, konnte aber das Menschengeschlecht, wie erskannte, nicht andern. Wozu also seine Boten mitschmeichelnden Hoffnungen tauschen, die, wenn siezu Wasser würden, ihren Muth selbst zu Wassermachten? Der Satan der Welt läßt sich nichthinwegheucheln; er ist allenthalben fest gewurzelt.„Wer scheu und furchtsam sein Leben erhalten will,„der wirds verlieren: wer sein nicht achtet, der„wirds erhallen. Ich sende euch wie Schaafe un-