Vom Erlöser der Menschen. 237
„ihr wellt nicht tanzen, wir klagen euch und ihr„wollt nicht weinen. Johannes kam; der Mcn-„schcnsohn kam" u. f. (Luc. 7, 3 i — 35 .) SeineBemerkungen, Rathschlage über Situationen undkritische Zustände der Welt und des Lebens sind ineinen Gesichtspunkt gebracht, der durch die Genia-lität seiner Ansicht mehr als durch den Spruchselbst ehret.
r5.
Die Gleichnisse gehören hieher. Manchesind Erzählungen (Parabeln) manche blos
Sinnbilder, (Embleme). Meistens nahm sieJesus von Gegenständen, die ihn umgaben, vonder Situation, in welcher sich mit ihm seine Be-gleiter fühlten. So z.B. als sie unerfahren in derWelt die Menge Volks anstauntcn, das ihnennachzog und an diesem vermischten Haufen wasgroßes sahen, erzählte er ihnen Eine Parabel nachder andern, vom Samen auf den Weg und unterDornen und auf den Fels gestreut, von faulen Fi-schen u. dgl. Indessen müsse man nicht verzwei-feln, sondern frisch säen und fischen; einiges sind?doch gutes Land; einige gute Fische ziehe doch das
Netz auf. Auch müsse man nicht zu frühzeitig
jäten und sondern wollen, daß man nicht Weizen
und Unkraut mit einander ausraufe; der letzte Tagwerde sondern. —
Einige Parabeln nennet Christus Vergleichun-gen des Himmelreichs, d. i. der zukünftigen Ver-fassung, die ec seinen hartsinnigen Freunden nicht