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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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232 Vom Erlöser der Menschen.

Wundersucht hielt, hat er nicht verschwiegen; ernannte sie mit Namen, die ihr gebührten. (Matth.26, L — 4. Kap. 12, 33 — 42.) Auch setzteer in Wunder weder das Kriterium der Wahrheiteiner Lehre, noch schätzte er sie als eine Gabe, diein Vergleich moralischer Vortrefflichkeitcn irgend nurin Betracht komme. „Es werden falsche Messias,,aufstehen und große Zeichen und Wunder thun,„daß verführet werden in den Jrrthum, wo cs„möglich wäre, auch die Auserwahlten. Darum„wenn sie zu euch dies oder das sagen, so glaubet„nicht." (Matth. 24, 24.) „Es werden viele zu„mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in dci-„nem Namen Teufel ausgetriebcn und viel Thaten„gethan? Dann werde ich ihnen laut sagen: ich„habe euch als die Mcinigen nie erkannt; weicht„von mir, ihr Uebelthäter." (Matth. 7, 22.) Alseine kindische Freude verwies er seinen Ausgesand-tcn den Jubel darüber, daß ihnen Geister gehorch-ten; (Luc. ro, 17. 20.) über ganz ein Andres soll-ten sie sich freuen, als hierüber. Wunderlhäterund Teufclsbanncc waren damals allenthalben , *)(Luc. 9, 49. Matth. 12, 27.) so daß Jesus die

*) Es wäre ein nützliches Werk, wenn man die Wun-dersucht der damaligen Zeiten aus ihrer Quelleherholte. Die genannte Krankheit war vieleJahrhunderte hin epidemisch: keine griechischeund römische Weisheit widerstand, vielmehr schlangdiese sich an sie, und verderbte mit ihr die Bild-nisse ihrer ältesten einfachsten Weisen. Von Grie-chen und Römern dieser Zeit sollte dem Juden-