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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
230
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2So Dom Erlöser der Manschen.

Nur solle niemand den andern richten, nie-mand den Splitter des Andern bemerken, sondernzuerst für seinen eigenen Balken sorgen. In dermoralischen Welt herrscht ein Gesetz der Wiederver-gcltung, wie in der körperlichen Druck und Gegen-druck, Gewicht und Gegengewicht; wie wir andernlhun, so werde uns gethan werden. Darum herr-sche Billigkeit unter den Menschen: was ihr wollet,daß Euch geschehe, das thut andern.

Und zwar thut es; das Wissen, das bloßeBekennen und Preisen'solcher Grundsätze als einerSekte ist nutzlose Thorhcit.

Das war die aiaartu mrsAna dieses neuenReichs Gottes, und sie wird cs ewig bleiben; aufandern Wegen ist für Menschen keine Glückseligkeit,kein Friede. Von Innen heraus muß nicht dasBessere, sondern das rein-Gute bewirkt werden;das Aeußere folgt von selbst. Zn evangelischemGeist, mit Lust und Liebe, wie von Kindern mußcs bewirkt werden, die ihrem Vater ähnlich werden»vollen, nicht mit pharisäischem Stolze. Bei un-verrückter Thatigkeit muß Nachgcben, Liebe, Ge-duld und Demuth die Welt überwinden; diesesanfte Triebfeder ist göttlicher Natur, cwigwirksam.

Man hat diese Grundsätze zu strenge gesun-den, und daher einen Theil derselben zu christlichenNathschlagen gemacht. Freilich gehören sie als po-litische Grundsätze in unsre ausserst verdorbeneScaatsverfassungen gar nicht; für sie sprach aberauch nicht Christus. Den jüdischen Staat ließ er