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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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Macht möglich glaubten; er sey aber so wie dergrößeste, so der letzte unter diesen alten Propheten.Eine neue Zeit höherer Gaben, der Liebe undSanftmuth gehe jetzt an, wo ohngeachtet aller Be-stürmungen von aussen der Kleinste auf einer höhe-ren Stufe stehe als jener Größeste der alten Ge-denkweise : denn Liebe sey mächtiger als Starke."(Matth, rr, o r 5 . Luc. r6, r6.) Dahin ge-hen die Reden Christi, wenn er den Johannes alseinen strengen Sonderling, sich als Einen charakle-risirt, dessen nachschende Gelindigkeit man tadle.(Matth, ri, 19. Luc. 9, 10.) Die Schüler Jo-hannes bezeugten den Jüngern Christi ihr Befrem-den darüber, daß sie nicht wie sie fasteten undstrenge lebten. (Matth. 9, 14.) Kurz die SchuleJohannes und Jesus ist nie Eine Schule gewesen,obwohl aus jener manche zu dieser übergegangenseyn mögen; die Grundsätze ihrer Lehrer waren ver-schieden. Noch jetzt halt der Rest jener Johannes-schule in Orient*) Jcsum nicht für den Messias,ob sie gleich auch ihren Lehrer nicht dafür hält.Ein politisches Verstandniß zwischen den Lehrernbeider Schüler ist den Zeugnissen sowohl, als demErfolg der Geschichte klar zuwider.

*)^.Nach dem was Norberg, Walch, Michaelis,Niebuhr, Lychsen u. a. von dieser Schulebeigebracht haben, wäre es der Mühe sehr werthzu wissen, ob Bruns (S. Paulus Memora-bilien St. I. S. 5r.) von seinem leider zu früheverstorbenen Freunde W- Jones, fmulris ile-dilis ille oouiäit) auf seine Anfrage über dieSekte Antwort, und welche er erhalten habe-