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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
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213
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Vom Erlöser der Menschen.

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schanfel in die Hand, um erst das Land zu reini-gen; was denn dieser Sanftmüthige wohl nichtthun konnte. Ausdrücklich sagt Johannes, daß erihn nicht gekannt, d. i. für den angesehenhabe, aus den sich seine Taufe bezöge; (Joh. r, 3r.)ja nachdem die Erscheinung geschehen war, bcdaureter den wehrlosen, sanflmüthigen Mann, daß ihmeine Last aufgelegt sey, unter welcher Er nothwcn-dig erliegen müsse:siche das Lamm Gottes, dasdie Sünden der Welt trägt!" Welche Last aufwie schwachen Schultern! Gott hat sie ihm indessenaufgelegt; und daß das Lamm darüber zum Opferwerde, ist augenscheinlich."

Noch im Gcfängniß kurz vor seinem Todefragt Johannes, bekümmert um Jesum,Bist du,der da kommen soll, oder sollen wir eines andernwarten?" Gelingt Dirs, oder gelingt Dirs nicht?Hast du noch denselben Muth, wie einst? oderhast du ihn vorsichtig aufgcgeben?" Und nicht ohneBedeutung läßt ihm Jesus zur Antwort sagen:wohl dem, der sich an meiner schwachen Gestaltnicht ärgert."

Nicht ohne Bedeutung sagt Christus bei ebendieser Gelegenheit nach dem großen Lobe, das ecihm gibt:der Kleinste im Himmelreich sey größerals Er," d. i. bei den ungeheuren Vorzügen vonRedlichkeit, Geistesgröße und Stärke denke Johan-nes dennoch nach der alten Weise, ohne rechtenBegriff von der Art des zu errichtenden neuen Rei-ches. Er gehöre noch zu den alten Propheten,die diese neue Ordnung der Dinge nur durch äußere