als Glauben, Geschichte und Lehre. 177
nothwendig vernichtet und gekreuzigt ftyn mußten,so hob sich eben damit aus dem im Grabe verwese-tcn Samenkorn wirklich ein neues geistiges Reichempor. Die Auferstehung Christi war eine Wie-dergeburt der Apostel zu neuen Ideen und Hoff-nungen, zu einer Wirksamkeit bis an ihr Lebens-ende. Nennt man dieses Enthusiasmus, sowaren sie die unschuldigsten, ihrer Sache gewisse-sten, und fröhlichsten Enthusiasten. Sie zeugtenvon dem was sie erfahren hatten; und was sie inder Welt betrieben, war ein Reich Gottes, einunübecsehliches, ewiges Werk. Auf das Wort ih-res Lehrers, auf seine Zusicherung und Beispielbetrieben sie's; zutrauensvoll, daß Gott auch sieim Leben und Tode so wenig verlassen werde, alser ihren Lehrer verlassen hatte. Da nun die Ge-schichte der Auferstehung, die Unterredungen mitdem Auferstandnen sie dazu besonders anfeuerten;„es b r nuten ihre Herzen, als er mit ihnen sprach„und ihnen die Schrift öffnete; vom Reich Got-„tes sprach er mit ihnen, daß es durch sie angc-„richtet werden sollte, bis an die Enden der Erde;„bis an den letzten Augenblick sprach ec davon und„verhieß ihnen seine Kräfte." (Luc. 24, 32 . 44 —49. Apost. r, 3 . 7.) so war es wenigstens keingrundloser, kein selbst gemachter Enthusiasmus.Durch die sonderbarste Begebenheit der Welt warer ihnen eingehaucht, und konnte mit der heiterstenFassung der Seele verbunden bleiben.
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Habt Ihr es nie erlebet, was das Anseheneines Freundes, eines Lehrers, eines Menschen,Herders Werke z. Rel. u. Theo!. XI. M