als Glauben, Geschichte und Lehre. 178
Nach Einem Tage und zweien Nachten, am An-bruch des dritten Tages war er erstanden und zeigtesich lebend. Aeußerst kindisch wäre cs, den Apo-steln Vorwürfe zu machen, daß sie die Semiotiknicht besser verstanden, oder dem Nikodemus, daßer statt seiner Myrrhen und Aloe bei hundert Pfun-den , nicht lieber die Rettungsmittcl der heutigenmedicinischen Polizei angewandt habe. 'Wohin ver-irren wir uns mit unserm gelehrten Vorrath!
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Christus war ein Gekreuzigter, dem der Rö-mer, nur weil er todt war, die Beine nicht zer-schlug; Nikodemus, die Jünger, die Weiber wa-ren Jüdinnen und Jüden. Von jenem war esedel, daß er sich dieses Tobten nicht schämte undihm eine so auszeichnende Bestattung gönnte; vondiesen, den Weibern, wars ein Zeichen der Liebe,daß sie, Trotz der Gesetze und der Gefahr der Ver-unreinigung, mitten in den Tagen des größestenFestes sich in das Grab des Tobten wagten. DasAlles geschah, nicht in der mindesten Hoffnungeinen Gestorbenen lebend zu finden. Eben so ent-fernt waren die Jünger von dieser Hoffnung; cswar ihnen, als sie sich davon überzeugten, das
so wie er ohne allen Krug und Unterschleif derMenschen wirklich begraben ward. Im Graberuhcte er und erwachte. Dies sind Facta; wasweiterhin liegt, sind Dissertationen.