Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

Bon d er Aufcrstehung,

desaltare. Beim Ewiglcbenden lebten die Vateralle; nicht nur in seinem Andenken und in der ih-nen auf alle Geschlechter hinab versprochenen Bun-destreue , sondern, (so hoch schwang sich das Zu-trauen zu dem wahrhaftesten Bundesfreuude) auchin der That und Wahrheit. Die Hoffnung dieserNation flog also die Unsterblichkeit eines bloßenNachruhms vorbei, und indem sie sich an denGott hielt, der auch aus dem Schattenreich führenkönnte, gelangte sie zu den lichten Höhen, wo dieseAllvater mit Gott lebten. Die sinnliche Vorstellunghiebei kann uns gleichgültig seyn, indem sie ja inkeine andere, als in Bilder der Geschichte diesesVolks voni Paradiese, dem Thron Gottes u. f. ge-kleidet werden konnte; der lebende Punkt dabei war,„es gibt eine Familien - eine Gefchlechtszusammen-„kunft jenseits des Grabes, außer dem Schatten-reiche. Seine Lieblinge weiß Gott auch im Tode„zu erhalten, und ist gütig genug, sie bei sich zu„vcrsammlen, in seiner Nähe sie zu erquicken und„zu belohnen."

4 -

Damit also ward der Glaube an ein persön-liches Fortleben gegründet. Kinder sammletensich dort zu den Eltern, Freunde zu Freunden,und alle zum ewigen Vater. Sie kannten einanderwieder; sie lernten einander kennen; was auf Er-den in der Filiation der Zeiten ein nie zusammenbestehendes Ganze war, ward dort ein Ganzes.Die Bande einer gemeinschaftlichen Abkunft, ge-