r38
Von der Auferstehung,
die Entwicklung seiner inner» Würde und Hoheit,durch Thätigkeit, Uebung, und die geistige Vereini-gung seiner Glieder seyn. Dies war der EntwurfChristi nuf Erden ; es ist der Plan seines Reichs,seit er im Unsichtbaren wohnet. „Er muß den„Himmel einnehmen, bis auf die Zeit, da alles„wiedergebracht sey, was Gott geredet hat durch„den Mund seiner heiligen Propheten." (Apost. 3 ,2r.) „Wenn er das Reich Gott und dem Vater„überantworten wird, wird er aufheben alle Herr-schaft, Obrigkeit und Gewalt. Er muß aber herr-schen, bis alle seine Feinde ihm unter den Füßen„liegen." (i. Cor. i 5 , 24. 26.)
9 -
Hiemit sehen wir zugleich, was seine Zukunftzum Weltgericht sey; an eine jüdisch - phari-säische kann nicht mehr gedacht werden. Alle Bil-der, die Christus von einer solchen, nach gewohn-ten Begriffen seiner Zeit, aus der Sprache derPropheten, in Gleichnißreden gebrauchte, hatte erauf allgemein-menschliche und moralische Zweckeangewcndet; nicht zu einem großen Gastmahl derJuden. Kraut und Unkraut soll mit einanderwachsen bis zur Ernte; alsdann wird der treueKnecht vom bösen Knecht gesondert, die Haushal-tung übersehen, das geringste Gute geschätzt, derDienst der Menschlichkeit in seinen verborgenstenWohlthaten erkannt und durch neue höhere Thalig°keit belohnt werden. So sprach Jesus auch in sei-nen Gleichnissen; wie elend wäre es, wenn wir,den Sinn dieser Gleichnisse verkennend, blos bei