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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
139
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als Glauben, Geschichte und Lehre. 189

der Einkleidung Eines oder einiger derselben stehenbleiben wollten? Soll euch des Menschcnsohn durch-aus auf den Wolken, auf einem nassen Ge-richtsstuhl sitzen und seine Engel als Gerichtsdienermüssen vor ihm posaunen; so lasset auch Schafeund Bocke vor seinen Thron treten, und den Kö-nig , als Hirt, solche zur Rechten und Linken son-dern. Wie klein und schimpflich wird die Spracheder Propheten in solcher Anwendung! Aller Ver-bindung und gesunden Auslegung völlig zuwider.

io.

In der Sprache der Propheten ist der Tagdes Herren kein irdischer Tag; seine Erscheinungund Ankunft ist kein Kommen in einer Minute.Weltläufe, Revolutionen sinds, Erfül-lungen seines Worts, Entwicklungenseiner Rath sch lüsse. Dies ist der gestimmte,unfehlbare, von allen Sprachverstandigen anerkannteSinn der Prophezeihungen; im neuen Testamentkönnen eben dieselbe Worte, aus den Prophetengenommen, keinen andern Sinn haben. Christuskommt, sagt Johannes, er kommt mit sei-nen Boten und seinem Reich. (Joh. 21,28.Offenb. 1, 7. 8.) Mit Wolken bekleidet,und dennoch in seiner Herrlichkeit, auf demdunkeln Wege der Weltrcgierung. Das letzte Buchdes neuen Testaments scheint eigentlich dazu ge-schrieben zu seyn, um, was der Gang des großenKommenden sey, in Rathseln und Symbolenzu entwickeln. Siebenfach verschlossen ist das Buchder Schicksale; in - und auswendig ist seine Rolle