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Lieblinge Gottes aus Schmach und Elend gepriesen;der Psalm selbst, aus welchem der Gekreuzigte dieAngstworte sagte: „mein Gott, mein Gott, war-
,,um hast du mich verlassen?" endete mit Lobsprü-chen einer großen Völkcrversammlung. (Ps. 22, 22.11. f.) „Rühmet den Herren, die ihr ihn fürchtet:„denn er hat nicht verachtet, noch verschmähet das„Elend des Armen, und sein Antlitz vor ihm nicht„verborgen. Da er zu ihm schrie, horete er. Deß„werde gedacht an aller Welt Ende, daß sic sich„zum Herren wenden und vor ihm anbctcn alle„Geschlechts der Erde." So hatte David in meh-reren seiner Psalmen, in welchen er sich bis insSchattenreich niedergedrückt, und in den Staubgetreten fühlte, geendet, voll Zuversicht, daß „Gott„seine Seele dem Todtenreiche nicht geben, noch„zulassen würde, daß sein Erwählter verwese. Wege„zum Leben würde er ihm zeigen und Freude die„Fülle vor seinem Angesicht." Der Gequälte undZerschlagene des Propheten Jesajas, der wie einLamm zur Schlachtbank geführet ward und ver-stummte; „wenn er sein Leben zum Schuldopfer„hingegebcn hatte; so sollte er Nachkommen sehen„in einem langen Leben, und des Herren Vocneh-„mcn durch seine Hand fortgehen. Darum, daß
„seine Seele gearbeitet hat, sollte er fröhlich auf-„blicken und gesättigt werden, und durch seine Lehre„als ein treucrfundncr Knecht Gottes viele zur„Wahrheit leiten. Mächtige sollten sein Raub,„die Großen der Erde seine Beute werden, weil„er den Saft seines Lebens bis zum Tode vergof-„sen und unter die Misselhater gerechnet, nur„Fremder Sünden trug, und selbst noch für die