als Glauben, Geschichte und Lehre. io5
der Unordnung dieser Welt stöhnend, mit dem lei-digen Trost eines künftigen bessern Lebens uns dasgegenwärtige vernachlaßigen und versäumen lehrte?„Nimm hier dein Kreuz auf dich und dulde, was„du kannst; dort wirst du Belohnung finden. Laß„dir Haus und Kinder, Weib und Aecker unge-rechter Weise nehmen; du wirst sie siebenfach wie-„der erhalten in der Auferstehung der Gerechten.„Giebt dir jemand einen Streich auf den rechten„Backen, biete ihm den linken auch dar; er wird„einst siebenfache Streiche leiden." — Ware dies,so hätte die christliche Lehre von der Aufersteh-ung eine ganz andere Wirkung, als sie bei demVolk, unter dem sic entsprang, haben sollte undhaben konnte; dort war sie ganz und gar patriotisch.
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Endlich die christliche Lehre von der Aufer-stehung gründet sich auf die Auferstehungdes Jesus von Nazareth, in dessen Na-men sie verkündiget worden. Wie nun?wenn dieser Grund wankend wäre? — Und wemsind hierüber aus älrern und den neuesten Zeitennicht so viele gemachte Einwürfe, so viele gefundeneWidersprüche bekannt, daß solche herzuzahlen bei-nahe zur Last siele. Irre ich nicht, so haben Viele,selbst der alten guten Christen, diese Geschichtestillschweigend aufgegeben; andre, die neueren Chri-sten , scheuen sich nicht, die Apostel Betrüger zueinem guten Endzweck zu nennen und das Christen-thum auf einen verabredeten aber nützli-chen Betrug zu gründen.