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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
70
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sehen; wenn sie aber das war, was gezeigt ist, sogehörte sie für uns auch selten. Jetzt, wenn wirden Zusammenhang der Haushaltung Gottes im A.und N. T., oder sonst im Verfolg der Zeiten auseinem neuen Gesichtspunkt in einer großen fröhli-chen Aussicht erblicken; ein neues Licht gehet unsauf; ein großer Entwurf wird in uns lebendig;wir fühlen uns als erlesene Werkzeuge der Vorseh-ung und rüsten uns zum Werk; wie? zum ganzenGefühl der Freude darüber, zum tiefsten Dank,zur redlichsten Aufopferung waren uns da schweben-de Feuerflammen, neue Zungen, begeisterte Sprü-che nöthig?

11.

Das Werk, das diese Gabe gewirkt hat, dauertfort und vergrößert sich bis ans Ende der Lage;es ist eine Versammlung der Gemüt her,(sLcIs8ia) das Größeste und Schönste, was unterMenschen auf der Erde statt findet. Vor dem Chri-stenlhum hatte keine Religion, keine Philosophie insolchem Umfange ein solches Werk gewagt, obgleichder Synkretismus der Philosophie ja gewissermaßenschon der Pythagoraismus darauf ausgieng. DasEhristenihum kam, und machte auf einmal eineVersammlung Erlesener, Heiliger, Gläu-biger in allen Landern wirklich. Niemandkann in diesem Gesichtspunkt die Briefe der Apostelohne Ehrerbietung ansehn; so hoch oder niedrig erübrigens von den Erwählten selbst denke. DasWerk in sich war groß, die Idee erhaben, einwahres Werk des Geistes.*)

*) Daher stehen auch in den ältesten Symbolen des