am ersten christlichen Pfingstfest. 6g
vollkommener Monn werden würde und wer-den müßte. (Eph. 4, 11 — 16.)
L.
Den» wo „Erkenntniß" gesetzt wird, setzt man„zugleich einen Fortgang des Erkenntnisses; wo„Uebung gesetzt wird, einen Fortgang der Uebung."Sobald Geist einen Körper belebt, so muß derKörper entweder abnehmcn, oder wachsen; in statuyuo kann er selbst dem Scheine nach nicht bleiben.
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Alle Seufzer also, mit denen man sich in dieersten Zeiten des Christenthums zurückwünscht, sindleere Seufzer; an Mitteln der Erkenntniß besitzenwir alles, was sie hatten, und besitzen es gelau-terter, geprüfter. Die Masse des menschlichen Ur-thcilS hat sich verstärket; unsre Schuld ists, wennunser deutlicheres, größeres Erkenntniß nicht zugleichauch größere That wird. Es würde nichts als eineSchwache des Kopfs, einen Mangel an Unterricht,oder einen verborgenen Hang zur Täuschung anzci-gen, wenn wir die Dämmerung mehr als das Lichtlieben, und z. B jene Wundergaben der Kirchefür ewig unentbehrlich achten wollten. Was könnteich durch ein Wunder lernen, was ich nicht durchVernunft und Schrift viel klärec lernte? Vielmehrbittet meine Vernunft in der sechsten Bitte: „be-wahre mich Gott vor Wundern."
io.
Die Gabe der Sprachen möchte man fich wün-