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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
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68 Von der Gabe der Sprachen.

zugleich den Geist der Rede. Beim neuen Te-stament desgleichen.

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Der wicdergebrachtcn Gabe der Sprachen mußtedie Reformation bald Nachfolgen; und so un-vollständig sie blieb, so richiig war ihr Principium,Protestantismus gegen alle Knechtschaftder Unwissenheit und des Aberglau-bens-*) Geist ist das Wesen des Luthcrthums,wie Geist das Wesen des Christenthums ist; freieUe b erze u g u n g, Prüfung und Selbstbe-stimmung; ohne diesen Geist der Freiheit ist oderwird alles Leichnam. Die Rechte, die Lutherhalte, haben wir alle; lasset uns dieselben so auf-richtig , fest und groß wie Ec üben. Vom Jochdes Papismus und der Kirchenvater hat er uns be-freiet ; unter das Zech hergebrachter Formeln undWorte hat er unfern Verstand weder zwingen kön-nen, noch wollen. Selbst Christus wollte undkonnte das nicht; Er, der Befreier des menschli-chen Verstandes, nicht sein Tyrann und Fesseln-geber. Die Apostel wollten und konnten cs nicht;vielmehr sehen sie ihre Zeit nur für den Anfangeines Baues an, an welchem immerhin zumehrerer Erkenntniß und Vollkommen-heit fortgcbauct werden sollte. Sie sahen dasChristenthum in der Kindheit, das einst ein

") Die Stellen in Luthers Schriften hierüber sindvoll der innigsten Herzlichkeit und Wahrheit.