KM ersten christlichen Pfingstfest. 65
Wir können sic denken lassen : denn wir haben wederfür sie, noch gegen sie zu disputircn; ihr Werkist vollendet. Mit Nichten aber glaube 'man, daßdas Für und Wider hie und da auf einer ein-zelnen Cikalion ruhe. Hatten sie allcsammt jüdischcitirt, und das neue Testament beruhete auf lauterAccommodationcn; die Apostel waren Juden. Siekonnten nicht anders citiren; ja ich getraue michzu sagen, cs war keine andre Citationmöglich. Denn hatte das A. T-, hatte die Stim-me der Propheten keinen als den körperlichen Sinnfür zukünftige Zeiten in sich; so war es ein ver-lebter Buchstab. Irdische Hoffnungen daran zunähren, jedem sinnlichen Bilde des Propheten imWortverstande treu zu bleiben, mit Sacharja denGipfel des Glücks dadurch vollendet zu sehen, daßalle Kessel und Becken, daß alles Pferdegeschirrdem Gottesdienst geweiht und kein Kananitcr mehrim Lande sepn sollte: das war und blieb ein arm-seliger Gebrauch der prophetischen Aussicht. Alsomußte die Sache in einen höhern, feinem Ver-stand übergehen; das Sinnliche mußte vergeistigt,das Befvndre allgemein gemacht werden; oder cswar durchaus kein neuerer Gebrauch dieser Schrif-ten , kein gott würdiger Messias möglich.Nun halten die edelsten Propheten selbst es aufdieses Ideal angelegt; sie hatten die Krone desMessias immer feiner und feiner geflochten. DieAusleger hatten die Kennzeichen^ gefammlet, undhielten den Kranz bereit, wenn er erschiene. Gottsetzte ihn dem Jesus von Nazareth aufs Haupt,und durch Belebung der Jünger mit sei-Herders Werke;. Rel. n. Lheol. XI» G