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Religion und Theologie Theil 11 (1829) Christliche Schriften ; 1
Entstehung
Seite
55
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am ersten christlichen Pfingstfest. S5

Heidenfamilie sich dein Christenthum zuschrieb, ?flein eben diese Erwartungen eingieng, und ihremBekehrer Petrus cs sehr erfreulich scyn mußte, daßauch den Heiden diese Gabe einer geistigen fröhli-chen Hoffnung mitgethcilt würde. Es war demGeschichtschreiber Lukas, Paulus Begleiter, merk-würdig, daß auch den Jüngern Johannes diese Ue-beczeugung zugckommcn scy, und so mochte nochferner, hie und da bei ersten Ueberzeugunyen dieserEnthusiasmus sich rein und anziehend für andreäußern. Nun aber daraus eine Gewohnheit zumachen? in die Versammlung zu gehen, damitman mit sich und mit Gott allein fey? in dessenTiefen zu steigen, Gebete, Hyperbeln, parabolischeRcdarten auszustoßcn und also in Zungen zu schwär-men? Da wollen wir des weifen, kalten JakobusWort wiederholen:die Zunge, ein klein Glied;,,sie unternimmt große Dinge. Ein klein Feuer,aber welchen Wald zündecs an !" Nein, sagtPaulus, höchstens zwei und drei Begeisterte in EineWersanimlunq! Und ja nicht ohne Ausleger! Dieübrigen mögen sich und Gott schwärmen.

i5.

Jede Nachahmung mißlinget leicht; und wennsie ein unglücklicher Zwang, gar eine kalte Ge-wohnheit wird, ist sie an sich schon langweilig undverächtlich. Aber Momente der Liebe, die erstenAugenblicke der fröhlichsten, innigsten Ueberzeugung,die man bei der Wiederkunft eines vermißten, viel-leicht verloren geglaubten, unvermuthet uns über-raschenden Freundes hatte, diese Momente der Liebe